PLÄDOYER FÜR DIE INTOLERANZ


Haschisch im Supermarkt? Heroin aus der Apotheke?
Nach Ansicht von Experten würde bei einer Freigabe von Drogen deren Akzeptanz erheblich wachsen. Drogen entsprechen dem Bedürfnis fast aller Menschen.

Vorübergehend dem grauen Alltag und der Realität zu entfliehen. Neun Prozent aller Deutschen unter vierzig Jahren haben bereits einmal Drogen ausprobiert. Ein weiterer Prozentsatz hätte dies ebenfalls getan, wenn Beschaffungsmöglichkeiten vorhanden gewesen wären. Die Drogenabhängigen werden immer jünger. Nach Ansicht des ehemaligen BKA-Chefs Boge hätte die nun auch von den Julis geforderte
Drogenfreigabe wenig Sinn. Bei einer Freigabe von weichen Drogen rechnet das BKA mit mindestens 5000 Drogentoten pro Jahr. Kann man als Juli wissentlich mit einer solchen Prognose diesen Beschluß aufrechterhalten! lch zumindest kann dies mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Es bleibt zu hoffen, daß die Julis in der Drogenpolitik nicht den Ausspruch von Hans Kaspar zu ihrem Motto erklären:
Fantasten fehltes an Fantasie, wohin Fantastereien führen. Wer durch die Einnahme weicher Drogen bereits zur Szene gehört, fängt in fast allen
Fällen mit Heroin an, anstatt aufzuhören. Allein die Debatte über die Freigabe weicher Drogen enthüllt die Erfolglosigkeit unserer bisherigen Drogenpolitik. Aber erst der Beschluß der JuLis stellt eine völlige
Kapitulation vor dem organisierten Verbrechen dar. Alle Befürworter einer Freigabe weicher Drogen sind sich in dem Punkt einig, daß Drogen nicht für Minderjährige freigegeben werden dürfen. Dadurch würde das Problem des Schwarzmarktes, den man durch diese Maßnahme bekämpfen will, bestehenbleiben. Das Problem würde sich lediglich auf diejenigen verlagern, die sich am wenigsten schützen können- auf Kinder und Jugendliche und das kann wohl nicht im Sinn der Befürworter einer Freigabe sein. Die kriminellen Drogenbosse, denen durch diese Maßnahme ihre Existenzgrundlage entzogen werden soll, würden alles daran setzen, immer mehr Kinder und Jugendliche Süchtig zu machen. Viele Jugendliche sind heute bereits von Drogen zerstörte Wracks, der Anteil der jugendlichen Drogentoten steigt rasant an und würde durch diese
Maßnahme ins Unvorstellbare steigen.

Deutschlands Jugend im Drogensumpf?

Realistisch betrachtet gibt es auch heute noch eine beträchtliche Anzahl von Leuten, die Alkohol oder Zigaretten schmuggeln, um Zollschranken zu umgehen und somit Geld zu sparen. Wenn Drogen im Laden verkauft würden, würden sie aus gesellschaftlichen und sozialen Gründen
mit Sicherheit sehr hoch besteuert werden Anreiz für viele, Drogen illegal über die Grenzen ins Land zu bringen. Und so soll der Drogenhandel „entkriminalisiert“ werden? Eine relativ utopische Vorstellung.


Auf ihrem Landeskongreß forderten die Jungen Liberalen außerdem, Produktion und Konsum von Haschisch künftig nicht mehr unter Strafe zu stellen. Vermutlich soll mit dieser Maßnahme eine gesellschaftliche Anerkennung ähnlich wie die von Alkohol und Zigaretten erwirkt werden.
Wieso sonst könnte man die Straffreiheit von Haschischkonsum verlangen? Nach Ansicht des BKA ist Haschisch vor allem
für Jugendliche eine sehr beliebte Einstiegsdroge. Haschisch macht zwar nachgewiesenermaßen nicht physisch, dafür aber psychisch abhängig. Ist eine psychische Abhängigkeit nicht oftmals viel schlimmer? Wer einmal damit begonnen hat, Drogen zu nehmen, hat eine niedrigere Hemmschwelle auf harte Drogen umzusteigen, als ein Jugendlicher der
„lediglich“ Alkohol oder Zigaretten konsumiert hat. Die Drogenbeauftragten des Bundes wollen sogar herausgefunden haben, daß Haschisch zu sehr viel gravierenderen körperlichen Schäden führt als schwerer und andauernder Alkohol zu nehmen.


Diese Behauptung konnte bisher medizinisch nicht bewiesen werden. Fest steht daß Haschisch wesentlich schneller abhängig macht als Alkohol und mit diesem in keiner Weise verglichen werden kann. Eine straflose Freigabe von Haschisch wäre der erste Schritt zu einem freien Markt für Drogen

. Die gesellschaftliche Akzeptanz
steigt unermüdlich weiter an. Die Schwelle des Zumutbaren und Akzeptablen wird immer weiter nach unten verschoben. Dies kann doch nicht im Sinn liberaler Politik sein. Sollte die Hemmschwelle
weiterhin in diesem Tempo sinken, würde es in einigen Jahren harte Drogen wie Hustenbonbons im Supermarkt zu kaufen geben.
Die unsinnige und unverantwortliche Forderung der JuLis nach Freigabe weicher Drogen darf niemals zu liberalem Gedankengut werden. Außerdem darf es nie zu einer kontrollierten Abgabe harter Drogen
kommen.

Nur 2 % aller deutschen Drogenabhängigen lassen sich freiwillig behandeln oder versuchen einen Entzug. Die restlichen 98% versuchen, allein mit ihrem Schicksal zu werden. Sie wollen ihre Anonymität gewahrt wissen und kommen deshalb nicht auf die Idee, sich an einen Arzt zu wenden, der ihnen Drogen verschreibt.

Würde die JuLi-Forderung
1) die zweckkriminalisierten Drogenabhängigen entkriminalisieren?
2) die Drogenmafia zur Aufgabe ihrer Interessen zwingen?
3) einen spürbaren Abbau der Drogen sucht erreichen?

Ich möchte dies aus begründeter Sicht verneinen. Hingegen wäre die Abgabe von Seiten des Arztes einem sehr viel größeren Personenkreis zugänglich als bisher.

Liberale Maßstäbe und Ansichten sind hier völlig fehl am Platz. Wir dürfen keine Drogen in unserer Gesellschaft dulden, wenn wir nicht eine Nation von Süchtigen werden wollen. Intoleranz ist jetzt das Gebot der Stunde! Eine Legalisierung von Drogen – egal welcher Art – wäre verheerend und käme einem Todesurteil für unsere Gesellschaft gleich. Dies darf unsere
Politik keinesfalls zulassen.

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